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Tipps RUND UM DEN HUND
Ein wichtiges Kapitel mit dem sich jeder Hundehalter näher beschäftigen sollte, ist
Fleisch und Eiweiß in der Hundeernährung.
Hier nur eine Kurzinformation: Protein ist unerlässlich für Aufbau und Erhaltung der Körpersubstanz. Als Bausubstanz ist es Bestandteil jeder einzelnen Zelle, besonders wichtig für Knochen, Sehnen und Muskeln. Als Wirkstoffe übernehmen Proteine wichtige Aufgaben im Stoffwechsel, sind sowohl an der Steuerung wie auch am Transport beteiligt. Außerdem spielen sie eine entscheidende Rolle im Immunsystem.
Über die Nahrung aufgenommenes Protein wird zunächst im Magen-Darm-Trakt in Aminosäuren zerlegt. Von dort aus gelangen sie zur Leber, dem zentralen Verteiler, der die Aminosäuren zu den Körperteilen schickt, wo sie benötigt werden. Werden sie dort als Bausubstanz benötigt, müssen sie wieder zu Proteinen zusammen gebaut werden. Die Aminosäurestruktur der benötigten Proteine ist hierbei vorgegeben. Fehlt eine Aminosäure in dieser Struktur ("limitierende Aminosäure"), so kann das Protein nicht gebildet werden. Bei einer unausgewogenen Zufuhr essentieller Aminosäuren kann also Körpersubstanz nicht oder nur in unzureichendem Maße gebildet werden und z.B. Muskelschwäche auftreten.
Durch die Beteiligung des Proteins an nahezu allen lebenswichtigen Prozessen im Körper wirkt sich auch ein Mangel vielfältig aus. Das Immunsystem wird geschwächt, der Körper nicht mehr entgiftet und Körpersubstanz nicht mehr synthetisiert. Äußerliche Anzeichen eines Proteinmangels sind Untergewicht, Trägheit und ein stumpfes Fell.
Eine Überversorgung schädigt ebenfalls Stoffwechsel und Körpersubstanz, vor allem die Knochen, aber auch Leber und Niere werden über Gebühr belastet. Erste äußerliche Anzeichen sind Übergewicht (ungenutztes Protein wird zu Fett umgebaut), verfärbter/stinkender Urin (Protein wird zu Harnstoff abgebaut) sowie Aas- und Kotaufnahme (enthält Basen, die der Übersäuerung entgegen wirken).
Tierisches Eiweiß hat eine höhere Wertigkeit als pflanzliches, da die enthaltenen Aminosäuren dem Körpereiweiß des Hundes eher entsprechen und somit verdaulicher sind. Verdaulichkeit tierisches Protein: ~ 95%, Verdaulichkeit pflanzliches Protein: ~ 60% Es ist davon auszugehen, dass durch die höhere Verdaulichkeit tierischen Eiweiß' die oberen Toleranzen hier wesentlich größer sind als die des pflanzlichen Eiweiß'. Fleisch ist in der Hundeernährung die größte Bedeutung beizumessen, da die gesamte Hundeorganismus auf die Verdauung von Beutetieren ausgelegt ist. Diese besonders hochwertige Eiweißquelle enthält die für den Hund optimale Aminosäurenzusammensetzung, die Verdaulichkeit von fettarmem Fleisch liegt bei 98% (Ausnahme: Schweinefleisch, dessen Wertigkeit niedriger ist). Der Proteingehalt hochwertiger Fleischquellen beträgt mindestens 18% in der Frisch- und dementsprechend 50% in der Trockensubstanz.
Die Wertigkeit einer Fleischquelle lässt sich am ehesten aus dem Anteil der besonders hochwertigen Aminosäuren Lysin und Methionin ersehen. Allerdings ist darauf zu achten, dass diese Säuren in der Analyse, nicht bei der Zusammensetzung stehen. In letzterem Fall wurden sie künstlich zugefügt und sagen nichts über die Qualität des Fleisches aus. Außerdem können diese Säuren auch in anderen Komponenten, wie z.B. Flachsöl enthalten sein, sind ergo nicht zwangsläufig ein Indikator für eine hochwertige Fleischquelle.
(Quelle: Hund und Futter)
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Aminosäure |
Rindfleisch |
Hühnerfleisch |
Lachs |
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Arginin |
1,52 % |
1,17 % |
1,21 % |
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Cystein |
0,19 % |
0,25 % |
0,22% |
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Histidin |
0,66 % |
0,54 % |
0,6 % |
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Isoleucin |
0,9 % |
0,92 % |
0,97 % |
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Leucin |
1,6 % |
1,35 % |
1,64 % |
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Lysin |
1,82 % |
1,51 % |
1,9 % |
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Methionin |
0,53 % |
0,49 % |
0,61 % |
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Phenylalalin |
0,83 % |
0,72 % |
0,79 % |
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Taurin |
0,36 % |
0,34 % |
k.A. |
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Theonin |
0,85 % |
0,77 % |
0,91 % |
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Tryptophan |
0,25 % |
0,2 % |
0,23 % |
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Tyrosin |
0,83 % |
0,6 % |
0,7 % |
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Valin |
1,1 % |
0,9 % |
1,12 % |
Ungesund für Hunde:
Leckerli mit Zuckeraustauschstoff Xylit (kann zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels führen)
Knoblauch, Zwiebeln, Weintrauben (kann zu Nierenschäden führen)
Macadamia-Nüsse
Schokolade
(Quelle "Die Rheinpfalz" 8. November 2007)
Kurzinformation über Vitamin A:
Eine Unterversorgung mit Vitamin A kann zu zu erhöhter Infektanfälligkeit führen. Vitamin A steht auch im engen Zusammenhang mit Haut und Fell, ein Mangel als auch ein Überschuß kann zu Veränderungen der Haut, Hautkrankheiten und Juckreiz führen. Eine Überversorgung mit Vitamin A kann ebenfalls zu Erkrankungen, führen z.B. zu Knochendeformierungen bei Welpen. Ein zuviel an Vitamin A wird in der Leber gespeichert, dadurch kann es manchmal zu einer langsamen Vergiftung der Leber führen.
Nichts Abgelaufenes für den Hund
Bekommt der Hund in Ausnahmefällen ein kleines Stück Wurst, schadet ihm das nicht. Es sollte jedoch keine Wurst sein, bei der das Verfallsdatum bereits überschritten ist, warnt die Aktion Tier in Berlin. Denn sie enthält möglicherweise – wie andere abgelaufene Lebensmittel – Schimmelpilze. Sie können bei Vierbeinern Erbrechen, Bewegungsstörungen sowie Krämpfe auslösen und schlimmstenfalls sogar zum Tod führen.
(Quelle: PZ 16.01.2008)
Knoblauch und Zwiebeln sind giftig für Hunde und Katzen
Zwar gilt besonders Knoblauch als Heilpflanze, allerdings gilt das nicht für Haustiere. Denn sowohl Zwiebeln als auch Knoblauch enthalten die Schwefelverbindung Aliin, die Haustiere ernsthaft schädigen kann. Dabei ist es gleich, ob die Knollen roh oder gekocht gefressen werden. Denn die in den Knollen enthaltene Schwefelverbindung Aliin verkocht nicht. Anders als beim Menschen zerstört das Aliin bei Haustieren die roten Blutkörperchen und bewirkt schwere Vergiftungen. Durch N-Propyldisulfid bilden sich in ihren roten Blutkörperchen sogenannte Heinz-Körper, die zum Aufplatzen der Blutzellen führen. Bereits kleine Mengen, die regelmäßig mit dem Futter gefressen werden, können zu lebensbedrohlicher Blutarmut bei Hunden Katzen führen. Trotz der Gefahren bietet der Handel immer noch Knoblauchprodukte wie Granulat, Knabbersticks oder andere Knoblauchpräparate an. Viele Tierhalter beherzigen den weit verbreiteten Tipp, mit Knoblauch könne man Hunde entwurmen. Das ist leider ein gefährlicher Irrtum. Anzeichen für eine Knoblauchvergiftung sind Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, blasse Schleimhäute, schnelle Atmung sowie schneller Puls. Sie müssen dann sofort zu einem Tierarzt. In der Regel erholen sich die Tiere aber bereits nach einer Woche, wenn die Knoblauchpräparate abgesetzt werden.
(Quelle: Tiere kompakt)
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