wie alles begann

 

Soweit ich denken kann, begleiteten Hunde mein Leben. Unsere Hunde damals waren erzogen, aber nicht ausgebildet im klassischen Sinn.  Grundgehorsam ja, aber nicht so, wie man das heute als Selbstverständlichkeit voraussetzt. Sie kannten weder "Sitz" noch "Platz" und schon gar nicht "bei Fuß", das war auch nicht wirklich nötig. Sie waren immer freundlich, hörten auf ihren Namen und ein kurzer Ruf genügte, schon waren sie zur Stelle. Sie liefen frei auf unserem riesigen, Grundstück am Waldesrand und freuten sich ihres Daseins. Der erste, an den ich mich erinnere, war der große "Braune", ein Hovawart. Er war eine Seele von Hund. Danach "bewachte" eine italienische Dogge den Garten: "Nero".  Riesig, wie ein Pony, einfach nur lieb und etwas tollpatschig. Als wir uns, leider zu früh,  von Nero trennen mussten, war es erst einmal still in Haus und Garten.  

                                                               

Ich tröstete mich mit "Peter" (Mittelschnauzer) der grauen Hunde-Eminenz meiner Tante, dem kleinen dicken Dackel einer Nachbarin, mit "Whisky" dem süßen schwarzen Pudel einer Bekannten, mit "Bessy" der Deutschen-Pinscherdame meines Schulfreundes Peter (nicht zu verwechseln mit "Peter" dem Hund).

 

Dann kam das  schwarze Pudelmädchen "Molly" zu uns. Sie durfte  leider nur knapp zwei Jahre alt werden.

Nun hieß es: So schnell keinen Hund mehr ! Aber Wirbelwind "Susi" : eine Deutsche Pinscher Mischlings-Dame, lieb, sehr sportlich und ziemlich verfressen, schmeichelte sich blitzschnell in unsere Herzen.

Dazu kam mein erster eigener Hund: "Whisky" ein kleines grauschwarzes quirliges Etwas. Er war genauso, wie er aussah: völlig losgelöst und als echter Kinderkumpel, mit Sinn für Humor, galt er als unerziehbar. Deshalb war es mein Ziel, ihm doch ein bisschen Anstand beizubringen ;-)  und das war auch gut so.

 

Es war eine sehr schöne Zeit mit all diesen Hunden aufzuwachsen.

Dann wurde es einige Jahre still: Die Ausbildung / Berufsausbildung etc. ging vor. Außerdem wollte die Welt erst einmal erobert werden ;-) Zwischendurch betreute ich immer wieder Hunde aus dem Bekanntenkreis, meiner Verwandtschaft und eine lange Zeit auch Tierheimhunde.

 

Während meiner hundelosen Zeit machte "Max" der Hamster, später "Moritz" und "Lotty", das Kaninchenpärchen, Wohnung und Garten unsicher.

 

Doch der Gedanke, wieder einen eigenen Hund zu haben, ließ mich nicht los. So kam endlich nach vielen Jahren des Wartens "Mona-Lisa" in mein Leben. Vorher nicht wirklich daran gedacht, daß ich soviel mit ihr unternehmen werde, beschäftigte ich mich gründlich mit den Ansprüchen des Hundes von heute.  Nach und nach kamen die verschiedenen Ausbildungs– und Sportarten dazu. Unser beider Herz schlägt für Agility. Mona-Lisa ist ein treuer, kluger,  eigenwilliger und anspruchsvoller Begleiter. Sie macht viel Freude. Ich habe sehr viel gelernt und lerne immer weiter…  

                     

 

 

Man kann ohne Hunde leben, aber es lohnt sich nicht

Heinz Rühmann